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Kaiserin Elisabeth Spital

Wettbewerbsbeitrag, 3.Preis

September 2011

 

Städtebauliche Einbindung: Ziel ist die Weiterführung der historischen Pavillonstruktur des Areals, wobei diese durch das Öffnen zum Straßenraum für die angrenzende Nachbarschaft spürbar durchlässiger wird. Im nördlichen Vorbereich weitet eine gestaffelte Platzabfolge den öffentlichen Raum auf, ohne eine direkte Konkurrenz zwischen Kardinal Rauscher Platz und dem Vorplatz zu provozieren. Während in der zentralen, verkehrsberuhigten Goldschlaggasse der Grünraum beidseits zusammengeführt wird, bleibt im Süden an der verkehrsreicheren Felberstraße die vorhandene scharfe Trennung zum Straßenraum aufrecht. Ermöglicht wird dieser Abschluss durch die Geschäftszone im Sockelgeschoß, welche die beiden Wohnpavillons zusammenfasst und den Straßenraum entsprechend aufwertet.

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Landschaftsgestaltung: Die Baukörperstellung ermöglicht eine Vielzahl verschiedener Ausblicke, die durch unterschiedliche Landschaftsmotive mit divergierender Bepflanzung charakterisiert werden. Angestrebt ist, dass die Höfe für die Bewohner Stationen ihres Lebens suggerieren, um die „Wand der Erinnerungen“ in einen größeren Maßstab zu transformieren. Sei es nun ein Ausflug in die Berge oder in exotischere Gefilde, stets entstehen für den Betrachter Assoziationen mit persönlichen Erlebnissen. Die Tagesräume werden dabei so positioniert, dass zudem Ausblicke auf den öffentlichen Raum, das öffentliche Leben, möglich sind, während die Zimmer den Straßenzügen abgewendet werden um den Bewohner die nötige Ruhe zu gewähren.

Erschließung: Die großzügigen Bewegungsflächen für die Bewohner prägen das Gebäude ebenso wie die ökonomisch kurzen Wege für das Personal. Zur optimalen Übersicht werden die Stützpunkte der einzelnen Stationen zentral angeordnet und entlang der Magistrale diametral versetzt, um jeweils 2 Stationen während der Nachtruhe von einer Leitstelle aus betreuen zu können. Zur Fokussierung der Besucherströme erfolgt die Erschließung des Gebäudes in der zentral gelegenen zweigeschossigen Halle, die an den überdachten Vorplatz anschließt. Für die vertikale Erschließung stehen 2 Liftgruppen zur Verfügung. Ein kurzer Versorgungsgang im Untergeschoß erlaubt die Verteilung der Güter bereits dort der jeweils richtigen Liftgruppe zuzuordnen.
Für das Tageszentrum und den Kindergarten steht ein eigener Eingang, welcher der Goldschlaggasse zugewendet ist, zur Verfügung. Die Anlieferung erfolgt ebenfalls im Süden, wobei die Topografie hier ausgenutzt wird, um ebenerdig im Untergeschoss anschließen zu können.

Entwicklungsfähigkeit und Flexibilität: Um auf Änderungen des Raumprogrammes flexibel reagieren zu können werden die Nutzflächen für Versorgung, Verwaltung, Therapie und Tagesbetreuung so angeordnet, dass sie eigenständig in mehrere Richtungen wachsen können.
Im Bereich des Vorplatzes besteht die Möglichkeit ergänzende Nutzungen (Gastronomie etc.) unterzubringen.

 

Kaiserin Elisabeth Spital

EU-weiter, offener, einstufiger Realisierungswettbewerb 

für die Neustrukturierung des Areals des Kaiserin-Elisabeth-Spitals im 15. Bezirk
September 2011

3.Preis

 

Ausloberin: Stadt Wien, vertreten durch den Wiener Krankenanstaltenverbund, Teilunternehmung – Geriatriezentren und Pflegewohnhäuser der Stadt Wien (KAV-TU-PWH)

Aufgabentyp: Sozial- und Gesundheitswesen

Mitarbeiter: Robert Rohsmann Thomas Mayer Eva Debelak

Modellbau: Rudi Manzl

Modellfoto: Alfred Schmid

 

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